Die Wettermacherinnen
Ban Atai kennt 4 Jahreszeiten: die dunkle Zeit, die gute Zeit, die helle Zeit und die Erntezeit. Die Leute glauben, dass das
Wetter durch Feen geschaffen wird, die ständig zu einem Schabernack aufgelegt sind und den Menschen nur zu gerne einen Streich spielen.
Die Bauern boebachten das Wetter meist mit Sorgenfalten auf der Stirn. Die meisten von ihnen rufen jeden Abend die Feen an und
bitten um mildes Wetter. Die Feen scheren sich allerdings wenig um diese Bitten, sondern herrschen am Himmel ganz nach Lust und
Laune.
Die oberste Wettermacherin ist Illra. Die Menschen stellen sie sich als alte Frau mit gebeugten Rücken und runzeligem Gesicht vor. Sie hat vier Töchter: Laina, Anten, Surin und Diisa.
Die Kapriolen der Wetterfeen bieten daher auch immer ein gutes Gesprächsthema. Die Verschwörer gegen den Finsteren
Fürsten bedienen sich dieses Themas gerne, wenn Soldaten in ihre Nähe kommen und sie nicht erkannt werden wollen.
Wetter und Jahreszeiten
Das Jahr beginnt mit der "guten Zeit", in der die Tage wieder länger und heller werden. Planzen und Tiere erwachen. Es fällt
Regen, der alles zum Wachsen bringt. Es gibt aber auch Stürme, die mit unvorstellbarer Heftigkeit über Ban Atai hinwegfegen
und ganze Häuser mit sich reißen.
Auf die gute Zeit folgt die "helle Zeit", in der die Tage noch länger werden, kaum noch Regen fällt und es richtig heiß wird.
In besonders schlechten Jahren trocknen sogar die tiefen Zisternen der Städte aus, die Flüsse führen kaum noch Wasser. Wenn es
regnet sind es wahre Sturzbäche an Gewitterregen.
Danach kommt die "Erntezeit", in der die Tage wieder kürzer werden. Es wird wieder kühler und es fällt auch wieder mehr Regen.
In dieser Zeit bringen die Bauern die Ernte ein.
Die letzte Jahreszeit ist die "dunkle Zeit", in der an manchen Tagen die Sonne nicht aufgeht. Es ist kalt und wer nicht
vor die Tür muss bleibt am liebsten neben dem Feuer sitzen.
Das Wetter fällt gerne von einem Extrem ins andere. Entweder ist es brütend heiß und am nächsten Tag kann es frostig kalt sein.
Die Berge sind häufig sturmumtost und ein Gewitter kann dort den ganzen Tag dauern. Es blitzt und onnert dann so heftig, dass man
meint, der Himmel falle einem auf den Kopf.
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